„my definition of a boombastic jazz style“ – so umschrieben die dream warriors 1991 das selbstverständnis mit jazz flirtender hiphopper. the senior allstars bringen die essenz ihres neuen albums „come around“ auf den folgenden nenner: „my definition – of a jamaican jazz style“.

bekannt wurde die band zunächst durch ihre langjährige zusammenarbeit mit dem ska- und reggae-interpreten dr. ring-ding. hier erwarb man sich durch zahlreiche veröffentlichungen und unzählige tourneen internationales renommee. doch schon während dieser zeit pflegten die senior allstars zunächst nebenbei ihre besondere vorliebe für die rein instrumentale spielart jamaikanischer musik. ihrer ersten ep “sniff” aus dem jahre 1999 folgten weitere alben, singles und samplerbeiträge. angespornt von den positiven bis begeisterten reaktionen auf das 2006 erschienene album “red leaf”, liefern the senior allstars nun auf skycap records mit “come around” einen weiteren individuellen beitrag lässig-urbaner musik.

jamaikanische künstler, denen sie live und im studio als band zur seite standen (z.b. doreen shaffer oder lord tanamo), lobten die kompetenz und den authentischen ton der band. the senior allstars kennen ihre wurzeln: instrumentalen reggae, dub und ska. imitation oder puristische erörterungen überlassen sie jedoch anderen. und, ja: sie bewundern die grenzgängerischen werke von ernest ranglin und monty alexander. auf „come around“ formen sie erneut griffige musikalische themen und atmosphärisch dichte exkursionen zu einem eigenen, zeitgenössischen entwurf. zu einer tatsächlich eigenen definition, geboren aus dem sich gegenseitig befruchtenden dialog traditioneller stile und modernen ambientes.

schon der lockere und unbeschwerte opener „25 cent“, das in farbenprächtige indische vibes gehüllte „boombay“ oder der in jamaikanischer erde wurzelnde titel „wha‘ppen“ vermitteln anschaulich, dass die senior allstars auf den organischen wuchs ihrer kreationen wert legen. diese entfalten ihre ganze unaufdringliche wie unwiderstehliche bildmächtigkeit in einem klangraum, der fast sphärische weite misst und gleichzeitig millimeternah an die instrumente rücken lässt. vom faulenzer-charme des titelstücks bis zum funky reggae von „t-bird skank“ und dem verstörenden schlusspunkt „land‘s end“ – wortlos, aber nicht sprachlos laden die senior allstars auf „come around“ ein.

lineup:

markus dassmann – gitarre
oliver wienand – saxophon, live dubs
gudze – bass
thomas hoppe – schlagzeug
arne piri – keyboards

discographie:

hazard (cd, skycap 2009 / lp, liquidator music 2009)
come around (cd, skycap 2008 / lp, liquidator music 2008)
red leaf (lp/cd, grover records 2006)
nemo (lp/cd, grover records 2000)
sniff (12″, grover records 1999)
three coins in the fountain / jammin´ (7″, grover records 2001)

v.a. – up your ears 3 (grover records 1999)
v.a. – grover 50 (grover records 2000)
v.a. – speechless (grover records 2003)
v.a. – the 3rd era of ska (avex, japan 2004)
v.a. – kingston lounge sampler (grover records 2004)
v.a. – king size dub volume 12 (echo beach 2007)
v.a. – liquidator 10! (liquidator music 2008)